strada chiuso

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Das Wetter verhieß zumindest keinen Regen, sogar etwas Sonne, diesmal sogar eher Richtung Berge im Osten (Emilia Romagna), dort, wo es vor Tagen zu Überschwemmungen kam. Also die Ost-Tour im Navi eingelegt (und mich mal wieder geärgert, warum das Garmin manchmal 20 Minuten braucht, die Route anzuzeigen. Kann mir jemand sagen, was „Importing shaping points“ zwanzig Minuten lang macht?).

Wir sind 250 Kilometer gefahren, gefahren, gefahren, viele Kurven, tolle Strecken, daher wenig Fotos.

Ohne Navi wäre es da und dort schwierig geworden, hier in Italien schwört man auf Beschilderung:

„Wohin? wohin? Nach Mexiko“ sang Spliff in den 80ern.

Bei einem Stopp für den 1. Cappuccino dann endlich mal ein Foto vom Motorrad:

Na, passt die Kombi farblich nicht wirklich gut?

Dann ging es auf einen Pass, den „Mandrioli“, und mal wieder das rote „chiuso“-Schild unten im Tal ignoriert (nur war klar, dass ich es nicht wie einst in Norditalien machen würde), aber auch diesmal war es ernst gemeint:

„frana“ heißt „Erdrutsch“. Wieder eine italienische Vokabel gelernt.

Die Unwetter der letzten Tage haben einen Hang auf die Straße gespült, da wäre es selbst mit der KTM schwer geworden.

Dann wollte ich ein Schloss anfahren (Castello di Sammezzano), das innen wohl außergewöhnlich ist (aber aktuell nicht besichtigt werden kann), aber zumindest von außen ein paar Fotos wert sein sollte. Aber die Wege dorthin waren 1) nicht mit diesem Motorrad, 2) nicht mit diesen Reifen, 3) nicht zu zweit, 4) nicht bei diesem Matsch zu befahren. Allein mit der KTM und ordentlich zornigen Reifen ja, aber so nicht.

So ging es ein paar andere Bergwertungen weiter, an einer Kreuzung haben wir in der „Bar Scarpaccia“ einen Halt eingelegt. In Saisonzeiten wohl auch ein Mopedtreff (die Strecken rundrum sind fantastisch), diesmal nur zwei italienische Knieschleifer. Aber, was es hier öfter gibt, innen mit eigener „Metzgerei“. Da wurden „Vorspeisenteller“ aus lekkerster Salami/Schinken/Mortadella/Pecorino zusammengestellt (so ähnlich wie der große Vorspeisenteller, den wir gestern hatten), und alles für kleines Geld. Ich habe dann, angeregt durch eine Google-Maps Bewertung, einen „besten Pecorino ever“ erworben und eine Stange Hausschwein-Salami. Support your locals.

Kurz vor unserer Homebase in Panzano dann endlich einen Stopp in der „Chianti Mixology Farm“, die ich schon vorher als potentielle „Stiefel-Bier-Bar“ ausgesucht hatte. Eine Cocktail-Bar, die Weine und Essen anbietet, wenige Kilometer vor Panzano. Ihr Konzept hat es in die Liste der 100 exzellenten italienischen Unternehmen bei Forbes gebracht.

Viel mehr haben wir nicht fotografiert, aber man kann sehen, dass es und da gefallen hat. Und eine nette Lekkerei haben wir kennengelernt: „Coccoli fiorentini“ (sorry, keine deutsche Referenz gefunden). „Einfach“ Pizzateig in Streifen geschnitten und frittiert und gesalzen (ganz so einfach ist es wohl nicht), aber äußerst schmackhaft.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Joe Joe sagt:

    Wenn man die Bilder aus der Emilia Romagna in den Nachrichten sieht, habt ihr wirklich Glück. Kulinarisch ist die Toskana zum Glück auch eine Reise wert. Euer Bericht animiert, mal wieder eine Toskanareise zu planen.
    Trotz aller Unwägbarkeiten mit dem Wetter seht ihr zufrieden aus.😁

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  2. Avatar von Andreas Andreas sagt:

    Sieht gut aus, deine Tornado 😎

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