Wir sind ja recht im Süden der Ardeche, und links unten schließen sich die „Cevennen“ an, das gleiche Mittelgebirge, mit anderem Namen, auch Teil des Massif Central. Es verteilt sich über verschiedene Departments, hat keinen Fluss gleichen Namens, ist aber auch sehr hübsch zu durchfahren.

Streckentechnisch hatten wir alles: wieder schmale weiße Straßen, breite Route National, und sehr sehr gut ausgebaute D-Straßen (Department). Die eine davon lief durch das Tal eines Flüsschens mit Namen „Le Lot“ von Westen bis nach Vielfort. Das war eine Yamaha-Strecke wie aus dem Bilderbuch. Lange Radien, mit 80 fast auf der Raste zu durchfahren, und das Beste: Keine Autos vor uns, weil sich kurz nach Einstieg in das Tal an einer Tunnelbaustelle ein Wohnmobil beim Wenden festgefahren hatte. Ok, das Womo war zu hoch und zu breit für den Tunnel, aber Wenden auf einer Straße, die exakt so breit ist wie das Womo lang, das kann nur in die Hose gehen. Und so blockierte das Womo quer stehend die Straße (die Antriebsräder vorn im Graben versenkt), nur wir mit den Motorrädern durften mit Segen der Polizei durchfahren (so viel Platz hatte der wahrscheinlich recht beschämte Womo-Fahrer uns gelassen). Und dann, wie erwähnt, eine traumhafte Rennstrecke. Aber für einen Fotostopp an einer verlassenen Mine hat es dann doch gereicht:



An anderer Stelle (wer weiß schon am Abend, wo das genau war) ein weiteres Suchbild:

Alte Brückenreste:

Blick nach rechts:

Auf dem Hinweg durch das Tal der „Tarn“ haben wir in Pont-de-Montvert Mittagspause eingelegt, mit gutem Essen, schöner Aussicht (!!) und Action: Ein in diesen kleinen Gassen übernatürlich groß wirkender Tanklastzug quetschte sich durch die engen Gassen.



Unterwegs Fotostopp am „schönsten Dorf Frankreichs“, (La Garde-Guérin) erinnerte mich sehr an das verlassene Berberdorf in Marokko (da wo Gladiator gedreht wurde): Hübsch alt, sehr gut erhalten, aber bis auf ein paar Souvenirgschäfterl tot.



Höhenmeter haben wir auch gut gemacht, am Vormittag noch nahezu wolkenlos in der Heide. Traumhaft.


Und immer wieder aparte Dörfchen am Wegesrand. Klar, hier willste nicht tot überm Zaun hängen, aber hübsch anzuschauen ist es.



Eine Bergwertung haben wir ausgelassen, der Wetterradar versprach am Nachmittag ein Unwetter über Les Vans. Auch wenn es nicht so schlimm ausfiel (liegt das am Klimawandel, dass das Wetter nie so schlecht ist wie die Vorhersage prognostiziert?), sind wir trocken zum Stiefelbier angekommen und durften den Regenguss nur bewundern, nicht erleben (wie das Dutzend Motorradfahrer, das da den Berg runterkam während wir am Bier schlürften):

Abends von der Terrasse sah es dann schon schöner aus:
Die Tagesstatistik:

Auf dem Weg zu Heines Schreibstil könntest du mal das Adjektiv niedlich einbauen 😅
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