Die Zwillinge, die das Hotel betreiben, sind wirklich seeeehr rührig. Heute morgen wieder um Schlag 9 hat der eine beim KTM Händler in Saragossa angerufen. Google Translate im Live Modus angeworfen (das hat mich wirklich an den Babelfish erinnert), so konnte ich direkt ablesen, was er am Telefon so gesagt hat und konnte schnell was einwerfen. Der Händler scheint bemüht zu sein und hat uns für morgen früh um 9 einen Termin gemacht (bedeutet: 7 Uhr Abfahrt, ohne Frühstück). Immerhin hat er auch nach der Fahrgestellnummer gefragt, ein gutes Zeichen (zur Ersatzteilbestellung).
Dann sind wir die Südrunde angegangen, die Temperaturen sollten gemäßigt werden (und waren es auch. Rund um 30 Grad).
Den ersten Boxenstop hatten wir nach einer knappen Stunde, mein Lenker hatte sich wieder gelockert (hatte ich in MeckPomm auch schon mal.)


Zitat Paul der Hufschmied: „das ist kein Motorrad, das ist eine Wanderbaustelle“. Halte ich für etwas übertrieben, den festen Sitz der relevanten Schrauben soll der Fahrer ja vor jedem Fahrtantritt prüfen (so steht es in der Bedienungsanleitung). Nun, da war halt eine Schraube etwas locker. Halbe Stunde, und weiter ging es.


Hier haben wir eine Wasserleitung gesehen, die zig Kilometer über Aquädukte ging und offenbar das Wasser aus den Bergen nach Süden bringt. Beeindruckend.
Zwischendurch hab ich ein wenig an den Fahrwerkseinstellungen gespielt, der Asphalt ist hier abseits der großen Straßen in einem unglaublich schlechten Zustand. Wie grau angemaltes Wellblech. In „Komfort“ Einstellung hat es mich aufs übelste durchgeschüttelt, Richtung „Sport“ wurde es besser, aber nur wenn ich dann auch schneller fuhr. KTM kam wohl von KTNN, stand für „Komfort tut nicht Not“ (oder so ähnlich. Ich rufe zum Wettbewerb der passensten Abkürzung auf, „Kick ten minutes“ ist schon vergeben, siehe Kroatien und die 525 EXC).

Eine Challenge konnten wir dann abhaken: Paul der Hufschmied wollte unbedingt mal die Füße ins Wasser halten:

Sind auf den Bildern schwer zu erkennen, aber in einem Bergdorf schwoben auf einmal ein paar Dutzend Geier über uns:


Gegen Nachmittag hat Paul der Hufschmied die Führung übernommen, auf seinem TomTom waren ja die gleichen Routen. Aber TomTom hat einen anderen Algorithmus (benannt nach Abu Dschaʿfar Muhammad ibn Musa Chwārizmī, persischer Mathematik vor ebbes über 1000 Jahren), der sich nicht abschalten lässt: kurvenreich sei die Strecke, heftig und anspruchsvoll. Und wenn der Haken bei den Vermeidungen bei „unbefestigte Wege“ fehlt, dann geht es auch mal ne knappe Stunde einen echt grob geschotterten echt steilen Weg mit echt engen Kehren auf einen Berg hinauf, um auf der anderen Seite ebenso grobschottrig wieder zurück zur Straße zu finden. Eieiei, da war mein Training in Kroatien echt hilfreich. Aber da durfte die KTM mal zeigen was sie kann. Doch auch die Tiger des Hufschmieds rumpelte rauf und runter.
Am Ende waren wir beide hinreichend durstig und mussten im nächsten Kaff erstmal pausieren.
Zum Schluss noch ein paar Parkplätze für die KTM:
Diesen Abend wieder in unserer „Stammkneipe“ verbracht (das WLAN vom Hotel reicht bis hierher), und gehässige Kommentare über die Heerscharen von Touristen abgelassen, die alle (ausnahmslos) die kleinen Katzen hier am Platz fotografieren mussten (deswegen auch von uns ein Foto vorgestern).
Gegenüber unseres Tisches das „Mäuerchen der alten Männer“ :




Ich glaube, die Geier über euch waren wunderschöne Bussarde 😅
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Ich weiß, warum über euch die Geier kreisen: KTM= Kein Tag Machbar, oder Keine Traum Maschine oder Kaum tragbares Moped. Wanderbaustelle, sehr gut. Gruß RD07
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Doch, tragbar ist sie mit 148 kilo.
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