40 Grad

am

Es war gestern auf der Fahrt nach Carcassonne schon heiß, aber die Klimaanlage im Winzerbenz regelt das zuverlässig runter.

Aber auf dem Motorrad fühlen sich 40 Grad an wie:

  • du gerade die Alberto Pizza aus 220 Grad Umluft aus dem Ofen holst. (Nur halt mehrere Stunden lang)
  • Du mit dem Heissluftgerät einen Aufkleber lösen willst und aus Versehen den Luftstrom auf dein Gesicht lenkst.
  • Du eine Besichtigung im Stahlwerk machst und an der Stelle, wo fotogen der flüssige Stahl aus einem Rohr schwappt und du mit der Kamera viel zu nah ran gehst.

Es gibt noch zahlreiche andere Analogien, aber ich denke die Message ist angekommen: es ist nahe an der Unerträglichkeit.

In einem Skigebiet auf 1700 Meter fanden wir etwas Schatten für die Mittagsrast.

Natürlich auf dem lokalen Markt gekauft:

Dann fing meine KTM das zicken an: Nach dem Rausbeschleunigen aus einer Kehre bin ich kurz in den Drehzahlbegrenzer geraten (das „Cockpit“ hat ja noch nicht mal einen Drehzahlmesser), und dann ist der Motor erstmal komplett auf Pause gegangen. Er sprang zwar wieder an, aber ab da nur noch halbe Kraft. Ein wenig später haben wir sie mal eine halbe Stunde ruhen lassen, ein Boot tut gut. Dann ging es zwar besser, aber da fehlen immer noch 20 Prozent. Und nach dem Tanken muckte erneut der Seitenständerschalter. Keine 3 Tage alt, gerade erst neu eingebaut. Ein paar mal treten gegen den Seitenständer hat dann geholfen, sie sprang wieder an.

Viel zu spät, so gegen 20 Uhr (um 08:15 sind wir in Carcassonne gestartet), sind wir in Ainsa angekommen.

Eine schöne Stadt, so schön, dass sie wie ein Freilichtmuseum funktioniert. Tausende von Touristen schieben sich durch die engen Gassen, Autos vor der Stadt. (Die Motorräder dürfen zum Glück in der Garage parkenr)

Gegen Abend dann ein Gewitter, mit viel TamTam, aber ohne Regen.

Nach dem Hitzeradar sollte es morgen auf der Nordseite etwas kühler zugehen:

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Joe Joe sagt:

    die KTM Technologie scheint doch eher für Mitteleuropäische Temperaturen gedacht zu sein.
    Und jetzt kommt der Spruch eines alten Manns: „Das erinnert mich an meine Fahrt mit der Yamaha RD 350 im Juli 1976. In Frankreich war es so heiß , dass der Asphalt langsam geschmolzen war und man in den Kurven immer damit rechnen musste wegzuschmieren. Beim Tanken ist der Ständer im aufgeweichten Asphalt versunken, wenn man nicht schnell genug den Integralhelm übergestülpt hatte. Ja, ja so war das damals.“
    Aber das Picknick sieht verführerisch aus. Schade, dass ihr dazu keinen Roten schlürfen dürft.

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  2. Na, vermisst du die Twin 😉

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