Essaouira

am

Die Fahrt nach Essaouira war von Hassans „Le Tajine bleu“ etwas länger als geplant, da wir noch zwei Hotels angeschaut haben. Das eine lag ein Stück zurück, war aber nix Dolles, das andere war zwar wirklich schön gemacht, so Bungalows mit Blick aufs Meer, aber 4 Kilometer böser Schotter bis dahin, und auch schon knapp vor Essaouira. Das lohnt nicht. Am Ende ist der Plan, direkt von Tafraoute nach Essaouira ohne Zwischenstop zu düsen, das „Paradies Valley“ auszulassen und lieber zwei Übernachtungen mit einem freien Tag in der Stadt anzubieten.

Unterwegs stand im Scouting-Aufgabenplan die Prüfung einer Tankstelle, die tatsächlich geschlossen hatte, aber ein alter Mann winkte mich in einer Hinterhofwerkstatt, wo ich sicherheitshalber 5 Liter geschöpft habe. Aus einer großen ehemaligen Plastik-Wasserflasche. Schien aber Benzin gewesen zu sein, das Motorrad hat keine Mucken gemacht.

Ist das wirklich Benzin? Fragende Blicke.
Fragwürdige Werkserzeugnisse der Werkstatt

Der Plan, etwas näher am Meer nach Norden zu fahren, wirkte anfänglich attraktiv,

aber mal wieder endete die Straße in einem bösen Schotterweg. Geht also nicht. Außerdem war die Küstenstraße am Vormittag in dichten kalten Nebel gehüllt, echt frisch hier.

Aber endlich mal ein Foto von einer der Schildkröten gemacht, die immer wieder die Straße überqueren, und das halt nicht in der gebotenen Geschwindigkeit.

Farblich eins mit dem Asphalt
Wir helfen gerne und tragen sie über die Straße

Kurz vor Essaouira gibt es den „versunkenen Palast“ (Dar Sultan Palace) aus dem 18. Jahrhundert, der irgendwann aufgegeben wurde und von den Stadtdünen wieder erobert wird. Die Legende besagt, dass Jimi Hendrix, der 1969 hier war und angeblich diese Ecke kaufen wollte, von dieser Location für den Song „Castles made of Sand“ angeregt wurde (die Fakten aber sagen, dass der Song zwei Jahre vorher released wurde…). So oder so, ein schöner Fotostopp.

„And so castles made of sand,“
„Fall in the sea, eventually“
„And so castles made of sand,
Melts into the sea, eventually“

In Essaouira hatte ich vor der kleinen überschaubaren Altstadt, die mit keinem Motorfahrzeug befahren werden kann, eine überdachte Garage angesteuert, von dort ging es schweißtreibende 15 Minuten durch die quirlige Altstadt zu unserem Hotel. Wieder ein schönes Riad.

Oasen der Ruhe
Zimmer auf 2 Ebenen

Und dann endlich mal Tourist spielen. Die berühmte Festungsmauer (Game of Thrones Kulisse),

Alte Festung
In Game of Thrones wurden die Kanonen mit dem Computer wegretouschiert

Die Gassen zwar sehr gut besucht von Touristen, aber sehr sehr angenehm, unaufdringliche Händler, entspannte Atmosphäre, und gibt auch noch originale Gassen.

Essaouira Shopping
Welche Farbe darfs denn sein?
Und Souvenirs
Gemüsemarkt
Fischmarkt
Enge Gassen
Dunkle Gassen
Noch viel original
Sozia an Hafenmauer
Windig hier
Fahrer mit Weißwein und entspannten Blick
Mehr Meer

Insgesamt ist Essaouira trotz seines recht touristischen Gewimmel eine echte Erholung. Alles so entspannt, so unterschiedlich, so unaufdringlich, mit Meeresbriese, hier kann man es echt ein paar Tage aushalten. Ich werde die Routen so umplanen, dass wir zwei Nächte hier haben und die Gruppe hier einen ganzen Tag sehr relaxed die Stadt erkunden kann. Wir hatten sogar Zeit, wirklich Tourist zu spielen und dem intensiv geäußerten Wunsch der Sozia nachkommen konnten für einen Kamelritt am Strand…

Ich wollte eigentlich nicht, aber der „Verkäufer“ war sehr hartnäckig
Aber die Sozia freut sich
Viele Kite-Surfer hier

Abends haben wir dann einen Italiener um die Ecke gefunden, mit lauschiger Dachterrasse, guter Pizza und leckerem Wein. Hach, hier möcht ich Tourist sein.

Und Essaouira ist die Stadt der Katzen. Auch wenn wir überall welche gesehen hatten, hier sind sie wirklich zahlreich. Also ein paar Katzenbilder für den Blog:

Die Tagesstatistik ist etwas verfälscht, ich habe das Foto erst am nächsten Morgen gemacht. Aber die Kilometer stimmen.

Morgen letzte Etappe.

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