Heute geht es von Tafraoute nach Norden, noch eine kleine Bergwertung (Notiz: Schauen, ob es unten durchs Tal etwas geruhsamer ist, denn die Bergstrecke ist zwar gut ausgebaut, aber doch sehr sehr kurvig. Wir hatten bis hierher genügend Bergwertungen).
Unterwegs an einem alten verlassenen Bergdorf vorbei, das recht apart auf einem Hügel liegt. Es wurde in den 50ern verlassen, und später von einem Hotelbesitzer für viel Geld renoviert, er bietet (ebenfalls für viel Geld) Zimmer da oben an.


Dann ging es auf langen Straßen mit deutlich mehr Verkehr als die letzten Tage nach Agadir, und dann durch Agadir. Uff, große Stadt, viel Verkehr, und wieder falsch geplant: Da gibt es eine vierspurige Straße, die durch die Stadt geht, besser die nehmen.
Hinter Agadir geht es rechts ins „Paradies Valley“. Hier haben in den 70ern die Hippies (und auch Jimi Hendrix, der angeblich dem Tal seinen Namen gab) in lauschiger Abgeschiedenheit gehaust und andere Sachen gemacht. Das eigentliche „Paradies Valley“ selbst ist nur zu Fuß erreichbar, aber nicht in Motorradklamotten. Und dort traten sich dann auch die Touristen, die einen Tagesausflug aus Agadir unternahmen, die Füße platt. Ich bin ein wenig weitergefahren, weil vielleicht hier die letzte Übernachtung vor Essaouira einzulegen ist. Die Gegend ist schon recht hübsch.


Hier oben habe ich mir ein Hotel angeschaut, dort haben wir auch gut zu Mittag gegessen. Wenn wir im Paradies Valley übernachten, dann in diesem Hotel, das war absolut in Ordnung.
Aber der Plan für einen Rundkurs durch diese Gegend ließ sich nicht umsetzen. Die Straße, die ich geplant hatte, ging in zahllosen engen Kehren einen hohen Berg hinauf, die Straße zwar recht neu, aber hinter jeder Kehre lag ein Stück vom Berg. Ne, das braucht niemand mehr auf den letzten Metern. Also abgebrochen, da geht doch noch eine rote Straße ins Gebirge rein und irgendwann wieder raus. Von wegen. Zwei Stunden sind wir da rumgeirrt und haben einen ordentlichen Weg gesucht, mehrfach umgedreht. Irgendwie mag uns das Paradies Valley nicht, zuhause überlege ich, ob dieser Schlenker sein muss.
Denn die Straße am Meer ist auch sehr schön:
Und kühl ist es hier. Deutlich kühler als oben in den Bergen.

Unsere Übernachtung ist in einer kleinen „Auberge“ am Wegesrand (und war dennoch nicht leicht zu finden), aber zu klein für die Gruppe.

So ist der Tag länger geworden als geplant:

Morgen schaue ich mir ein Hotel an, 40 Kilometer nochmal die Küste wieder zurück, falls Paradies Valley wegfällt. Die Idee ist immer noch, am nächsten Tag schon gegen Mittag in Essaouira zu sein, um wenigstens einen halben Tag für diese schöne Stadt zu haben.
Mal sehen wie es morgen wird. Zumindest mal wieder ein echt schönes Hotel erwartet uns dort.