Wüste

So stellt man sich das vor, und so ist es auch. Wüste ist einfach Klasse.

Am Morgen sind wir einen Rundkurs gefahren, der war super zu fahren und landschaftlich sensationell.

Mittags dann wieder zurück in Foum Zguid und lekker Mittagessen.

Abends dann (siehe oben) in der Wüste gecampt, ziemlich genau da wo Jürgen und mir die Kraft ausging und wir beide im Abstand von wenigen Metern abgeflogen sind. Ich hinter einer Minidüne mit dem Vorderrad eingeschlagen, über den Lenker abgestiegen und voll auf die 12, Jürgen an einem harten Kamelgrasbüschel eingeschlagen. So haben wir dann auf das Versorgungsfahrzeug gewartet und die Zelte aufgeschlagen (am nächsten Morgen haben wir gesehen, dass 50 meter weiter sogar ein Brunnen war.)

Abends gab es meine legendären Frikadellen, wenngleich nicht unter idealen Bedingungen. Aber keine ist übrig geblieben.

Am Morgen noch eine Runde über den Lac Iriki und einen zweiten Kaffee in einem „Café“

Die letzten 20 Kilometer übelst sandverwehte Piste. Fur die drei Rookies (Jürgen, Rolf und mich) recht anstrengend, bis irgendwann meine Kupplung (also die von meinem Motorrad) am Ende war.

Null Vortrieb.

Wieder nahezu gleichzeitig hat Jürgens KTM Aussetzer, die man im Sand überhaupt nicht brauchen kann. Irgendwann kam dann die Nachricht, dass sich Peter im Versorgungsfahrzeug auf einer Düne festgefahren hatte.

Hm.

Nach ein bisschen Überlegung sind Bernie und Ralph zurück zum „Café“ , die Jungs wissen bestimmt wo man eine Rettung organisiert. Hat zwar gedauert, aber dann kamen 6 Jungs in einem alten Landrover (Kilometerstand > 400.000) und schwuppdiwupp waren beide havarierten KTMs auf dem Dach.

Der Landy selbst musste dann nach wenigen Kilometern auch noch repariert werden.

Abends sind wir dann mitten im Nirgendwo im Hotel „Titanic“ untergekommen, erst morgen früh geht es nach Zagora zu „Ali Nassir“.

Das WiFi kam dann per Moped (wie auch immer, aber nach zwei Stunden kam ein Typ und auf einmal gab es WiFi), und es wurde lekker gekocht

So hat uns die Technik bzw meine falsche Bedienung (zuviel Kupplung schleifen lassen) einen extra Stop beschert. Morgen in Zagora werden wir erfahren, ob es bald weitergeht. Zur Not kommt Markus in zwei Tagen nach und bringt eine Kupplung mit.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Joe Joe sagt:

    Ist ja eine bunte Truppe euer Rescue-Team. Schade, dass die Panne die schöne Tour unterbricht. Warten die andern auf dich oder musst Du in Zagora alleine auf die Reparatur warten? However bisher schöne Bilder die Appetit auf mehr machen. Ich hoffe das deine KTM bald wieder flott ist, damit Du über die Fahrt von der Dadès-Schlucht über eine Piste zur Todra-Schlucht berichten kannst. Ist nur mit Geländewagen oder Enduro zu befahren.

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  2. hey Jungs, ja, sehr schöne Bilder. Aber soviel kann man gar nicht die Kupplung im Sand schleifen…..Sag Markus, er soll die Twin mitbringen 😉 Aber Hauptsache, ihr fallt weich. Und wenn, dann nicht vergessen: Lächeln!

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