Route de Soleil

So viel Abwechslung war selten. Seitdem wir aus den Hochalpen raus sind und uns westwärts Richtung Vercor hangeln, sind wir von einer Überraschung zur nächsten gefahren.

Hier gibt es keine Pässe zum Jagen, mit 20 Kilometer Anlauf und engen Kehren, hier klemmt sich die Straße 20 Kilometer lang an den Berghang. Keine 50 Meter geradeaus, nur Schräglage. Links, rechts, links, rechts….

Und zwischendurch Zeit für Quatschfotos:

Den zweiten Kaffee nehmen wir in einer dieser Bergdörfer, meine Vermutung ist, dass wir den Google Maps Stau verursacht haben, weil wir hier Halt gemacht haben (sonst fährt hier ja niemand lang):

Der Saugbläser am Platz hüllt uns in vertrautes Geräusch („bruuummm, bruuummm“).

Aber das Wetter bestimmt diesmal die Route. Wolken links und rechts, die Straße oftmals feucht (ob ich Leistungsverlust an der AfricaTwin habe, fragt Paul der Hufschmied, weil ich auf einmal so langsam bin…).

Daher folgen wir ab Mittag der Sonne: wenn in Richtung der Route dunkle Wolken in den Bergen hängen, dann halt nach links ein anders Tal entlang.

Und so haben dann doch einige sonnige Strecken erwischt.

Aber auch echt üble Pisten.

Und ansonsten Landschaft endlos. Das haben die hier echt im Überfluss.

Weil die Routenplanung sehr sportlich war, haben wir ab Nachmittag abgekürzt, um einigermaßen zeitig in „Vaison-la-Romaine“ anzukommen. Und haben dabei eine Schlucht erwischt, die überhaupt nicht auf dem Plan stand. Wow.

Dort haben wir dann ein nettes Hotel erreicht, dass ich im Vorfeld erkundet hatte.

Und wir haben es 10 Minuten vor einem wirklich dicken Gewitter erreicht….

Aber die Mopeds stehen seeehr trocken und echt bunt:

Und wie immer am Schluss die Tagesstatistik. Wobei der bessere Schnitt im Vergleich zu gestern nicht nur daran liegt, dass wir keine Schotterpisten gefahren sind und auch mal die Rue National gedonnert sind, sondern weil am Vormittag der Hufschmied voran gefahren ist. Und mit seinen 40 Jahren Mopederfahrung muss ich schon etwas fester auf das Messer zwischen den Zähnen beissen, damit ich dran bleibe.

Und gaaanz zum Schluss, weil gewünscht , ein Blick auf unsere kulinarischen Köstlichkeiten auf dieser Tour (neben Baguette und Käse):

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